Der Gasthof im Konvent - Klosterstüberl Fischbachau
In bayerischen Klöstern wird (Gott sei Dank) nicht nur gebetet. Es geht auch um das leibliche Wohl der Menschen. Das Bierbrauen hat neben anderen weltlichen Tätigkeiten eine Jahrhunderte lange Tradition. Ob in dem Benediktiner-Kloster Fischbachau jemals Bier gebraut wurde, ist nicht genau überliefert. Man tut den Mönchen jedoch kein großes Unrecht, wenn man davon ausgeht. Seit der Renovierung in den 1990er Jahren gibt es das Klosterstüberl und dort wird mit dem Münchner Augustiner gewiss eines der besten bayerischen Biere ausgeschenkt.
Das Klosterstüberl ist ein modernes Restaurant in einem fast 1000 Jahre alten Gebäude. Den besonderen Reiz der Gaststube macht das alte Gewölbe mit seinen massiven Pfeilern aus. Die Einrichtung vereint Tradition und Moderne auf gediegene Art. Das Mobiliar aus hellem Naturholz ist gemäß bayerischer Wirthaus-Tradition angeordnet. Es gibt runde und eckige Tische in verschiedenen Größen, Langtische mit Bänken, wo auch der fremde Gast sofort willkommen ist, und ein paar Stehtische für Gäste, die nur auf ein Bier herein kommen. Voteilhaft für Gäste und Wirt sind die reichlich bemessenen Park-möglichkeiten für Autos auf der Rückseite des Gebäudes und der Biergarten im Innenhof des Konvents mit seiner windgeschützten Lage und beachtlichen Größe. Im selben Gebäude kann sich der Gast in der Touristen-Information über Urlaub im Leitzachtal informieren oder im Klostersaal Konzerten und Vorträgen lauschen.

Das Konvent-Gebäude aus dem Jahr 1085 Der Biergarten im Innenhof der Anlage
In der Küche führt der Wirt Thomas Grüner die Regie. Er pflegt mit frischen Zutaten guter Qualität eine bayerisch geprägte Küche, die auf dem heutigen Stand des Geschmacks und der Erkenntnise gesunder Ernährung ist. So umfaßt die Karte nicht nur "Klassiker", wie den "Schweinekrustenbraten" (7,90) oder das Schnitzel "Wiener Art" - vom Schwein - (9,50) bzw. "Wiener Schnitzel" - vom Kalb - (14,90), sondern auch Brotzeiten oder "Leichte Gerichte", wie die hausgemachten Sechs-Korn- Getreidepflanzerln auf Wurzelgemüse (8,50). Auf der Wochenkarte finden sich je nach Saison auch Wildgerichte - vornehmlich vom heimischen Hirsch - (11,90 bis 19,80), "Schönkost" und ein Fischgericht namens "Fischerpfanndl" (12,90).

Bei der großen Renovierung in den 1990er Jahren blieb die Gewölbe-Struktur der Decke erhalten
Ein Leckerbissen, weil selten in Gasthöfen serviert, ist die "Rahmsuppe von Wildkatoffeln", eine etwas irreführende Bezeichnung für Topinambur-Suppe. Die Topinambur (Helianthus tuberosus) ähnelt im Aussehen der Sonnenblume, weshalb sie auch als Erdsonnenblume oder Knollensonnenblume bezeichnet wird. Weitere Namen sind je nach Region Erdbirne, Erdapfel, Erdartischocke, Ewigkeitskartoffel, Jerusalem-Artischocke und Zuckerkartoffel. Die kartoffelähnliche Knolle schmeckt nach Artischocke. Daher auch der Name Erdartischocke. Sie ist als Hauptspeise, Suppe oder Salat, roh und gekocht, genießbar.

Selten auf den Speisekarten: Die Topinambur Wochen-Karte von Mitte Februar 2009
Klosterstüberl Fischbachau - Grüner&Grüner GBR - Annegret und Thomas Grüner - Kirchplatz 9 - 83730 Fischbachau - Tel: 08028 / 909411 - klosterstueberl@gmx.net - Mo - So 10:00 - 23:00 - Warme Küche bis 21:00 Mi Ruhetag - 16.7.-16.9. kein Ruhetag. - (bgh090221) - http://www.klosterstueberl.com/