M A U R E T A N I E N   2 0 0 7   -   D I E   N O R D - T O U R

Genua - Tanger - Rabat - Safi - Essaouira - Agadir - Tiznit - Tan-Tan - Laayoune - Boujdour - Daklah - Guerguarat - Ben Amir - Atar - Chinguetti - Ouadane - Guelb er Richat - El Beyyed - Chreirik - Touajil - Fderik - Zouerat - Choum - Atar

Warum fährt ein komfort-gewöhnter Mitteleuropäer in ein wüsten-heißes, bitterarmes Land wie Mauretanien? Es gibt dort keine palmen-gesäumten Strände, keine Ferien-Resorts, keine Golfplätze und nur wenige asphaltierte Straßen. Aber es gibt die Weite und die vielfältige Gestalt der Wüste; die nahezu unberührte Natur, das Gefühl von Freiheit und ein wenig Abenteuer. Außerdem sind da die Menschen mit ihren Fähigkeiten, unter schwierigsten Bedingungen zu existieren und eine nomadische Kultur, die vielleicht nicht mehr lange existiert.

   

   

    

Eine Mauretanien-Tour erfordert einen erheblichen Vorbereitungs-Aufwand, insbesondere bei längeren Offroad-Strecken. Wasser, Treibstoff, Lebensmittel, Medizin und Ersatzteile müsen an Bord sein und für mindestens zwei Wochen reichen. Im Landesinneren gibt es nur wenige Versorgungsmöglichkeiten. Wegen der großen Entfernungen – Mauretanien ist fast dreimal so groß wie Deutschland – liegen Orte mit Versorgungsmöglichkeiten mitunter mehrere Tagesetappen entfernt.



Für die Anreise nach Mauretanien gibt es nicht viele Optionen. Der Landweg führt über Frankreich und Spanien, der See-Weg über die Häfen von Genua und Tanger. Wir sind mit der Fähre „Ouzoud“, von Genua nach Tanger gefahren. Um auf keinen Fall die Abfahrt zu versäumen, waren wir bereits am Tag zuvor in Genua und haben die Nacht in unseren Autos auf dem Campo Comunale di Boliasco, wenige km östlich von Genua verbracht. Die Passage von Genua nach Tanger dauerte rund 50 Stunden. Bei ruhiger See konnten wir zwei Tage an Bord entspannen.