Esna, eine Stadt am westlichen Ufer des Nils in Oberägypten, liegt etwa 55 Kilometer südlich von Luxor und 135 Kilometer nöِrdlich von Assuan. Die Stadt ist durch einen Nilstaudamm, über den eine Strass führt, mit der östlichen Nilseite verbunden. Esna hat 70.000 Einwohner und ist ein Zentrum des koptischen Glaubens. Da hier der Nilbarsch (Lates Niloticus) sehr hoch verehrt und in Nekropolen bestattet wurde, nannten die Griechen den Ort Latopolis. Bekannt ist Esna für den erhaltenen Pronaos des Chnum-Tempels, der inmitten der Altstadt neun Meter unter dem heutigen Strassenniveau steht.

Edfu, eine oberägyptische Kleinstadt mit 128.000 Einwohnern am westlichen Nilufer, liegt etwa 100 Kilometer nördlich von Assuan und 85 Kilometer südlich von Luxor. Seit 1969 verbindet eine Brücke im Norden der Stadt beide Seiten des Nils. Der Name Edfu leitet sich vom altägyptischen "Djeba" ab. Bekannt ist Edfu für die Ruine des Horustempels am westlichen Stadtrand. Das Bauwerk ist einer der am besten erhaltenen Tempel Ägyptens.

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Kom Ombo, ein Ort mit 75.000 am östlichen Ufer des Nil in Oberägypten, liegt etwa 40 Kilometer nöِrdlich von Assuan und 150 Kilometer südlich von Luxor.Die Umgebung von Kom Ombo ist von der Landwirtschaft geprägt, die auch durch den Zuckerrohranbau zum Aufbau großer Zuckerfabriken beitrug. Bekannt ist Kom Ombo (kom arabisch "kleiner Berg") für den grِößten Kamelmarkt Ägyptens, 8 Kilometer südlich im Dorf Darau (Daraw), und die Ruinen des altägyptischen Doppeltempels direkt am Nilufer.





Assuan ist liegt am östlichen Ufer des Nils unterhalb des ersten Katarakts. Als Hauptstadt des nach ihr benannten Gouvernements Assuan zählt die Stadt 281.000 Einwohner. Das Verwaltungsgebiet des Gouvernements reicht bis an die Grenze des Sudan. Der Name der Stadt geht auf das altägyptische Swnw (Sunu; Swenu) zurück, was „Handel“ bedeutet. In der ptolemäischen Epoche wurde daraus der altgriechische Name سُقيç (Syène), unter der röِmischen Herrschaft das lateinische Syene oder Siene.Über das abgeleitete koptische Swân hat sich der Stadtname in Form des arabischen Aswân bis heute erhalten.

Assuan-Damm und Nasser-See



Der Nassersee, benannt nach dem ehemaligen ägyptischen Präsidenten Gamal Abdel Nasser, wird durch den Assuan-Hochdamm, südlich von Assuan, aufgestaut. Der südliche Teil des Sees, bei Wadi Halfa, befindet sich im Sudan, wo er Nubia-See heißt. Der See ist etwa 500 km lang, seine Breite schwankt zwischen 5 und 35 km und sein Wasserinhalt umfasst etwa 165 Milliarden m³.
Der Vorteil des Staudamms besteht in der Regulierung der Wasserdurchflussmengen des Nils in den landwirtschaftlich genutzten Uferzonen. Der Nachteil ergibt sich durch das Ausbleiben der jährlichen Überschwemmungen nährstoffhaltigen Nilschlämmen. Hierdurch ist die Fruchtbarkeit der Agrarflächen gesunken. In zunehmendem Maß wird von den Bauern Mineraldünger eingesetzt. Der Anstieg des Grundwasserspiegels in der Peripherie des Nassersees bedrohte zwischenzeitlich auch einige der im oberen Niltal befindlichen Baudenkmäler des Alten Ägypten.
Der See beziehungsweise der Assuan-Staudamm ist auch der Grund, warum das Nildelta nicht mehr weiter ins Meer vorgeschoben, sondern durch die Brandung abgetragen wird. Einen weitere Folgen sind Klimaveränderungen in Oberägypten, wo die Luft nun feuchter und wegen der stark erhöhten Verdunstung etwas kühler geworden ist, was schon bald die Qualität bestimmter landwirtschaftlicher, auf hohe Lufttrockenheit angewiesene Produkte wie etwa Datteln beeinträchtigt hat. Zur Zeit entsteht am Nasser-See im Rahmen des Toshka-Projekts eine gigantische Pumpstation, um große Wüstengebiete westlich des Nils mit Wasser zu versorgen.

Höhe über Meeresspiegel 183 m  - Fläche 5250 km²  - Seelänge 500 km - Seebreite 35 km
Umfang 7844 km - Maximale Tiefe 180 m - Mittlere Tiefe 25 m







Abschied von Assuan und Ankunft in Hurghada






Hurghada ist kein Ort der Idylle sondern des Massen-Tourismus. Trotzdem macht das Rote Meer einen Aufenthalt zum Naturerlebnis beim Schwimmen, Schnorcheln oder Tauchen. Die Luft- und Wassertemperaturen von 23...28 Grad (Luft) und 22...24 Grad (Wasser) ermöglichen einen erholsamen Urlaub am Meer.

(Text- und Bildquellen: Wikipedia, eigene Texte, 3sat, eigene Fotos - alle Rechte Vorbehalten - © Brigitte & Günter Haarmann 2010)